Jugendstil Offener Kanal Magdeburg
Jugendstil - Offener Kanal Magdeburg

Nächste Sendung

Videoportal
  • OK Magdeburg - Mi. 26.06., 18 & 22 Uhr
    (WDH jeden Dienstag, 20.00 Uhr)
  • Nach der Ausstrahlung im Offenen Kanal Magdeburg wird die aktuelle Sendung auch in folgenden Offenen Kanälen ausgestrahlt:

    OK Dessau | OK Salzwedel | OK Stendal | OK Wernigerode

Lass uns Freunde werden!

Jugendstil auf Facebook

Jugendstil findest du auch bei Facebook. Hier halten wir dich immer auf dem Laufenden was in der Kulturszene derzeit angesagt ist - noch vor der Erstausstrahlung der Sendung im Fernsehen!

Vorhang auf!

Filmfreaks

Unsere beiden Filmfreaks Jasper und Markus zeigen euch jeden Monat, welche Streifen ihr definitiv nicht verpassen dürft - und welche der absolute Flopp sind.

ansehen

Europa für Anfänger

Europa für Anfänger

Wie funktioniert eigentlich die Europäische Union? Unsere kleine Schulstunde auf europäisch gibt euch alle Antworten auf diese Frage!

ansehen

Jugendstil Magazin / Videoportal

dieHO-Kunstpreis 2010
AutorIn:Torsten Porstmann
Kamera:Torsten Porstmann, Stefan Rakebrand - Assistenz: Tim Heine, Karl Schulze
Schnitt:Torsten Porstmann
SprecherIn:Christina Knop
Länge:4 min.



Es ist ein Abend der Freude. Denn Anfang April wurde in Magdeburg der dieHO-Kunstpreis verliehen. Einer der wichtigsten Kunstpreise in Sachsen-Anhalt, der vor allem den kreativen Nachwuchs fördern will. Doch trotz strahlender Siegerinnen hatte der Preis diesmal einen Schönheitsfehler.

Im letzten Jahr wurde der dieHO-Kunstpreis geteilt: es gibt einen für Kunststudenten und einen für die, die Kunst eher aus Lust und Leidenschaft betreiben – der kreative Nachwuchs. Dieser liegt den Initiatoren des dieHO-Kunstpreises besonders am Herzen, wie Sebastian Herzau (Maler und Mitbegründer der dieHO-Galerie) uns bestätigt:
"Uns liegt der Nachwuchspreis sehr am Herzen. Hinter dem Kunstpreis steckt ja auch die Idee, den Nachwuchs ein bisschen aus ihren Räumen hervor zu locken und in das Licht der Öffentlichkeit zu rücken."

Fehlender Nachwuchs als Trend?


Doch der Nachwuchs war verdammt lichtscheu. Im Gegensatz zu den 35 Bewerbungen um den dieHO-Kunstpreis ließen sich die Anwärter auf den Nachwuchspreis an einer Hand abzählen. Damit setzt sich ein Trend aus dem letzten Jahr fort. Für die Veranstalter des Kunstpreis stellt sich erneut die Frage nach dem Warum.

"Ich denke, dass die eigene Arbeit als Kunst in dem Sinne erst durch einen Preis oder eine Ausstellung gewürdigt wird", so Sebastian. "Der Nachwuchs ist sich oft nicht bewusst, dass er Kunst macht. Deswegen trauen sich viele auch nicht den entscheidenden Schritt in Richtung Öffentlichkeit zu gehen."

Dabei zeigen die Einreichungen, was alles möglich ist. Collagen, Malerei, Fotografie und viel konzeptionelle Kunst. Qualitativ hochwertige Arbeiten, die die Entscheidung der 9-köpfigen Fachjury nicht leicht machten. Doch auch die beiden Gewinnerinnen hätten normalerweise nie von dem Preis erfahren.

"Ich habe eine E-Mail bekommen dass es diesen Kunstpreis gibt und mich daraufhin beworben", sagt Anna Herrgott, die mit ihrer Studie zum Schönheitsideal in Sachsen-Anhalt den dieHO-Kunstpreis gewann.
Ganz anders Monique Behne. Sie konnte sich gegen ihre vier (!) Konkurrenten durchsetzen und gewann mit ihren Collagen den dieHO-Nachwuchspreis, den sie schon länger kennt: "Ich bin eigentlich immer zu den Vernissagen hier in der dieHO und habe auf diesem Weg davon mitbekommen. Und letztes Jahr habe ich mir gedacht 'jetzt probierst du es einfach mal'".

Neue Medien müssen erschlossen werden


Aber nicht alle kreativen Nachwuchskräfte besuchen regelmäßig die dieHO-Galerie – vor allem wenn sie nicht in Magdeburg wohnen.
Und Werbung in Zeitschriften ist das Eine – die Zielgruppe tummelt sich aber auch im Netz, in Blogs, bei Facebook und bei Twitter. Nachwuchs direkt in Kunstklassen von Schulen anzusprechen, das schließt Sebastian Herzau allerdings aus:

"Es geht nicht darum in den Klassen zu sagen bewerbt euch für diesen Preis. Das ist ja dann wie eine Schulaufgabe, eine Art Zwangsübung, hinter der vielleicht ein ganz ambitionierter Lehrer steht der will dass sich alle Schüler bewerben", befürchtet Sebastian. "Das ist dann aber nur eine temporäre Sache und verfolgt nicht die Absicht, einen jungen Künstler auf seinem Weg zu unterstützen. Die Leute müssten eigentlich selber den Antrieb und Ehrgeiz haben, sich der Aufgabe einer Bewerbung für den Preis zu stellen."

Der Kunstpreis ist noch lange nicht am Ende


Nach den geringen Bewerberzahlen im letzten Jahr war die Zukunft für den Kunstpreis offen. dieHO-Mitbegründer Volker Kiehn hatte im Falle einer noch geringeren Bewerberzahl die Sinnhaftigkeit eines solchen Preises in Frage gestellt. Doch davon will Sebastian Herzau nichts mehr wissen: "wir ziehen das durch! Bis zum bitteren Ende, bis sich keiner mehr bewirbt, und dann verteilen wir die Preise eben an uns selbst und verabschieden uns hier quasi wie die Kapitäne vom sinkenden Schiff. Aber wir glauben eigentlich fest daran."

So wird es auch 2011 wieder den dieHO-Kunstpreis geben. Für euch die Gelegenheit zu beweisen, dass der kreative Nachwuchs in Sachsen-Anhalt nicht ganz ausgestorben ist. Also, ran an die Bewerbungsmappen!

(April 2010)


Mehr Informationen...


Seit vier Jahren wird der dieHO-Kunstpreis vergeben. Ziel ist es, den künstlerischen Nachwuchs in Sachsen-Anhalt zu fördern. Auf diesem Gebiet ist es leider einer der letzten Kunstpreise überhaupt und eine gute Gelegenheit für Nachwuchskünstler, sich der Öffentlichkeit zu präsentieren. Neben einem Preisgeld von 500 Euro bekommt der Gewinner nämlich eine eigene Ausstellung inklusive intensiver Beratung durch die dieHO-Galerie. Ein Preis also, der sich in jedem Fall lohnt.

Weitere Informationen zu dem Preis und der diehO-Galerie in findet ihr auf deren
Homepage.


Ähnliche Beiträge


Wo ist der Nachwuchs? - der dieHO-Kunstpreis 2009
Julia Skopnik - Gewinnerin des dieHO-Nachwuchspreis 2009
Mathias Knöfel - Gewinner des dieHO-Kunstpreis 2009
Martin Schuster - Die Welt als Kinderzimmer

Die neuesten Beiträge im Überblick

Jugendstil ist ein Projekt des Offenen Kanal Magdeburg - © 2006-2013